Absperrband – Welche Farbe gehört zu welchem Einsatzzweck?

Auf Baustellen, Veranstaltungen, Parkplätzen, in Firmengeländen oder öffentlichen Plätzen gibt es immer bestimmte Bereiche und Gefahrenstellen, die nicht betreten werden dürfen. Damit das auch jeder weiß, sollten sie von den erlaubten Wegen, Räumen und Bereichen optisch gut sichtbar getrennt sein. Dazu eignet sich hervorragend Absperrband bzw. Flatterband. Es wird mit Hilfe von Einschlagpfosten gespannt und zeigt Besuchern, Mitarbeitern und Lieferanten den richtigen Weg oder schottet sie von Gefahren ab. Absperrband gibt es je nach Einsatzzweck und -ort in verschiedenen Farbkombinationen:

Absperrband – weiß/rot

Das weiß/rote Flatterband ist die Standardversion des Absperrbandes. Es ist abwechselnd rot und weiß bedruckt, um auch von Weitem gut sichtbar zu sein. Es handelt sich beim normalen Kunststoffband um kein reflektierendes Material. Deshalb dient es nur zur Absperrung und Kennzeichnung bei Tageslicht. Außerdem ist das Absperrband einerseits sehr reißfest, wasserfest und witterungsbeständig. Andererseits lässt es sich leicht wieder entfernen und ist so sehr flexibel einsetzbar.

Die Signalfarben des Flatterbandes stellen ein eindeutiges und gut sichtbares Zeichen dar. Zusätzlich können noch verschiedene Textaufdrucke wie „Gesperrt“, „Polizeiabsperrung“ oder „Achtung Hochwasser – Sperrzone“ angefertigt werden, um den jeweiligen Einsatzzweck genauer zu beschreiben. Rot/weißes Absperrband wird vor allem für temporäre Sperrungen und Beschränkungen verwendet, wie zu Beispiel:

  • Absperren von Gefahrenstellen
  • Leitsystem für Besucher
  • Kennzeichnungsband (z.B. auf Firmengeländen, Parkplätzen, Veranstaltungen)
  • Zutrittsbeschränkung bzw. -verbot bei Einsatzstellen (von Polizei, Feuerwehr oder THW)
  • Regelt unübersichtliche Bereiche
  • Flächenabsperrung
  • Markierung von Hindernissen

Wichtig ist, dass das Absperrband nicht zur Absicherung der gesamten Baustelle benutzt werden darf. Baustellen, öffentliche Plätze und Verkehrsräume müssen mit Absturzsicherungen entsprechend der Technischen Lieferbedingungen abgesichert sein.

Absperrband – gelb/schwarz

Dieses Absperrband hat dieselben Eigenschaften bezüglich Material, Beständigkeit gegen äußere Einflüsse und Reißfestigkeit. Der Unterschied besteht einzig in der Farbgebung. Das Flatterband ist abwechselnd gelb und schwarz bedruckt. Laut der Arbeitsstättenrichtlinie A1.3 ist das gelb/schwarze Absperrband für „ständige Hindernisse und Gefahrenstellen zu verwenden“. Sie warnen somit vor Stellen, von denen immer eine gewisse Gefahr ausgeht. Damit ist zum Beispiel das Anstoßen an spitzen Kanten, das Einquetschen an Maschinenteilen oder das Stürzen an einer unübersichtlichen Stelle gemeint. Das gelb/schwarze Warnband eignet sich daher ideal für die innerbetriebliche Anwendung. Mögliche Einsatzgebiete können das Lager, der Produktions- und Werkstattbereich oder die Warenannahmestelle sein.

Absperrband – weiß/grün

Weiß/grünes Absperrband wird in der ASR A1.3 nicht erwähnt, hat sich jedoch im Praxiseinsatz ebenfalls bewährt. Auch hier ist durch die Signalfarben eine Sichtbarkeit schon von Weitem gewährleistet. Da diese Farbkombination nicht so häufig verwendet wird, bekommt sie auch mehr Aufmerksamkeit. Das weiß/grüne Absperrband kann daher zum Beispiel zur Kennzeichnung besonderer Gefahren benutzt werden. Trotzdem kann auch mit dieser Ausführung langfristig oder temporär gewarnt und abgesperrt werden.

2 Kommentare

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    für mich stellt sich die Frage ob die Farbgebung einer Norm entsprechen muss?
    Wie lauten die Ral Farben für rot unf weiß?
    Gibt es eine Norm für die Lange der Striche?
    Es währe gut hier eine Rückantwort zu erhalten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Kurt Kempf

    • Martin Breck Martin Breck

      Sehr geehrter Herr Kempf, vielen Dank für Ihre Anfrage. Das Absperrband sollte generell den aktuellen Empfehlungen der ASR A 1.3 entsprechen. Konkret sollten also die gängigen Sicherheitsfarben verwendet werden. Das Breitenverhältnis der Streifen beträgt 1:1, die Streifen selbst sind im 45° Winkel anzuordnen. Die Farbspezifikationen finden Sie u.a. in der DIN 4844-1 sowie der DIN 5381. Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.