Made in Germany: Brewes-Mitarbeiter im Interview

Interview

„Made in Germany“ ist ein starkes Gütesiegel für Produkte. Immer wieder wird die Qualität von Produkten aus Deutschland hervorgehoben und mit Prüfsiegeln anderer Exportnationen wie „Made in UK“ und „Made in USA“ verglichen.

Laut dem Made-in-Country-Index (MICI) – einer Erhebung des Statistik-Portals Statista in 2017 – wird „Made in Germany“ als weltweit stärkstes und überzeugendstes Qualitätssiegel für Produkte und Dienstleistungen bewertet.

Die Befragten – rund 43.000 Verbraucher aus 52 Ländern – schätzen hierbei vor allem die „Qualität“ und „Sicherheitsstandards“ deutscher Waren. Folgendes Diagramm veranschaulicht das Ranking der weltweit verwendeten Gütesiegel:

 

Wir möchten Ihnen – unseren Blog-Lesern – einen Einblick geben, welche Bedeutung das Thema „Made in Germany“ für unsere Kunden und uns als Unternehmen hat. Daher befragen wir 2 Mitarbeiter, die täglich mit diesem Thema konfrontiert sind:

Katja Henke ist seit 11 Jahren im Unternehmen und leitet seit 6 Jahren den Vertrieb bei Brewes. Mit ihrem Vertriebsteam betreut sie unsere Kunden im In- & Ausland. Im Rahmen ihrer Position hat sie u.a. Entwicklungen in Bezug auf geänderte Kundenanforderungen begleitet.

Claudia Hahn ist seit 4 Jahren Produktmanagerin bei Brewes und betreut die Bereiche Kennzeichnung, Erste-Hilfe und Arbeitsschutzprodukte. Sie beschäftigt sich mit Arbeitsabläufen zum Schutz der Arbeitnehmer und interessiert sich für Trends rund um die persönliche Sicherheit.

 

Frage: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Euch aus?

Claudia Hahn:

Als Produktmanagerin beschäftige ich mich mit Produktneuerungen und -trends. Im Bereich des Arbeitsschutzes gibt es eine Vielzahl an Produkten. Diese sichte ich regelmäßig, um die passenden Artikel für die Anforderungen unserer Kunden auszuwählen. Die in unserem Sortiment enthaltenen Arbeitsschutzprodukte müssen branchenspezifische Anforderungen erfüllen und verschiedensten Umwelteinflüssen standhalten. Zudem gibt es bei diesem Thema viele Richtlinien und Verordnungen (ASR, DIN), die wir stets im Blick haben und über die wir unsere Kunden regelmäßig informieren.

Katja Henke:

Als Vertriebsleiterin bin ich auch Ansprechpartnerin für unsere Kunden und verbringe einen Teil meiner Arbeitszeit im telefonischen Kundenkontakt. Ich bespreche mit unseren Kunden die Anforderungen an ihre Produkte, suche nach passenden Lösungen und realisiere die Umsetzung von Kundenwünschen. Unsere internen Wege sind kurz und direkt, was ein großer Vorteil unserer Produktion in Deutschland ist. Ich kann daher schnell mit den Kollegen in der Produktion die benötigten Spezifikationen abklären und bei Bedarf nach Speziallösungen suchen. Von oberster Priorität sind für uns kompetente Beratung, Kundennähe und Service – sowohl bei Standardkennzeichnungen, wie z. B. Warnzeichen nach DIN, als auch individuellen Kennzeichnungsprodukten, die besonderen Ansprüchen genügen müssen.

 

Frage: Was erwarten heutzutage die Kunden von unseren Produkten?

Katja Henke:

Die Kunden erwarten natürlich, dass ihre Anforderungen an die Qualität eines Produktes erfüllt werden. Dazu können wir im hauseigenen Labor individuelle Kundenprodukte umfassend auf die benötigten Spezifikationen testen. In unserer Produktion ist es möglich, flexibel und schnell auf Kundenwünsche zu reagieren.

Auch das Thema „Normen“ spielt heutzutage eine große Rolle. Wir erfüllen nicht nur die Anforderungen wichtiger Industriestandards, sondern übertreffen diese auch häufig. Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass ihre Kennzeichnungsprodukte stets den neuesten gesetzlichen Vorgaben entsprechen, da wir unsere Produkte kontinuierlich auf Konformität mit den aktuellsten Vorschriften und Normen prüfen. Die entsprechenden Nachweise, z. B. Datenblätter und Zertifikate, erhalten unsere Kunden oder können von ihnen selbst abgerufen werden. Beispiele wären allgemeine Nachweise wie die Zertifizierung unseres Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001, aber auch umweltspezifische Zertifikate wie die Einhaltung der EU-Chemikalienverordnung (REACH) und Erklärungen zu Konfliktmineralien.

Diese Nachweise werden für die internen Prozesse der Kunden immer relevanter – Stichwort Corporate Social Responsibility (CSR). Hier haben viele Unternehmen interne Vorgaben, welche Nachweise Lieferanten erbringen müssen. Im Rahmen von Lieferantenaudits stellen wir diese entsprechend zur Verfügung und liefern die erforderliche Transparenz.

 

Frage: Bei welchen aktuellen Brewes-Produkten spielt „Made in Germany“ eine große Rolle?

Claudia Hahn:

Ein Beispielprojekt ist SECUglow®. Diese Brewes-Eigenmarke für langnachleuchtende Produkte dient der Kennzeichnung von Rettungs- und Verkehrswegen sowie sicherheits- und brandschutztechnischen Einrichtungen. Unsere Kunden fordern hohe bzw. höher werdende Leuchtstärken, um gesetzliche Normen zu erfüllen sowie ihre Mitarbeiter im Gefahrenfall zu schützen. Wir testen verschiedenste Leuchtstärken in unserer Produktion, führen Tests in unserem Prüflabor durch und setzen die geforderten Leuchtstärken um. Für unsere aktuell höchste Leuchtstärke SECUglow® 185 haben wir über mehrere Wochen Tests mit Leuchtpigmenten durchgeführt und im Rahmen von Qualitätskontrollen die Leuchtstärke auf verschiedenen Trägermaterialien (Aluminium, Folie, Kunststoff) überprüft.

 Katja Henke:

Ein weiteres Beispiel ist die Erstellung von Typen- und Leistungsschildern zur Kennzeichnung von Maschinen. Große Maschinenbauhersteller fordern, dass die Schilder bei uns in Deutschland gefertigt und beschriftet werden. Unsere Produktionsprozesse sind zertifiziert nach den wichtigsten Industriestandards, z.B. UL 969. Unsere Produktion ist transparent, Prozesse und Wertschöpfungsketten sind nachvollziehbar.

Claudia Hahn:

Ein weiteres Beispiel sind unsere Markierungen TextileLabels® für die Bereiche Lager (Regalkennzeichnung), Produktion (Maschinenkennzeichnung) und Schaltanlagen (Kabelkennzeichnung). Wir produzieren diese Kennzeichnungsprodukte bei uns vor Ort. In diversen Testreihen haben wir sie im Hinblick auf Wetter- und Lösungsmittelbeständigkeit geprüft.

 

Frage: Welche Rolle spielt das Thema „Made in Germany“ für Brewes als Unternehmen?

Katja Henke:

Brewes ist als mittelständisches Unternehmen seit über 25 Jahren in der Region verwurzelt. Wir setzen auf Arbeitskräfte aus der Region, fördern unsere Mitarbeiter. Zudem engagieren wir uns in örtlichen Vereinen und unterstützen sportliche und kulturelle Veranstaltungen.

 Claudia Hahn:

Auch die ökologischen Aspekte spielen in diesem Zusammenhang für uns als Unternehmen eine wichtige Rolle. Durch die Produktion in Deutschland können wir die Einhaltung von Umweltstandards gewährleisten und z.B. die Schadstofffreiheit bei uns gefertigter Produkte garantieren. Unser Firmengelände ist zudem mit Solarpanels ausgestattet, so dass wir bei der Fertigung vor Ort auch die Energieeffizienz im Blick haben.

 

Frage: Nachdem wir jetzt einiges zu Kundenanfragen gehört haben, abschließend noch eine allgemeine Frage: was war die interessanteste Kundenanfrage, die Ihr bisher erhalten habt?

Katja Henke:

Gemeinsame Projekte mit den Kunden und spezielle Lösungen für ungewöhnliche Anforderungen sind natürlich eine interessante Herausforderung.
So wurden von einem großen europäischen Konzern im Bereich der Luft- und Raumfahrt Photogrammmetrie-Marken angefragt, die den extremen Temperaturen im Weltall genügen müssen. Hier konnten wir nach gemeinsamer Entwicklung und Tests das passende Produkt anbieten und liefern.
Das ist ein schöner und motivierender Erfolg.

Claudia Hahn:

Ein sehr interessantes und aktuelles Kundenprojekt ist aus meiner Sicht die Zusammenarbeit mit Stadtwerken. Hier haben wir eine Sonderlösung entwickelt, um die Ver- und Entsorgungstunnel eines regionalen Anbieters mit langnachleuchtender Sicherheitskennzeichnung auszustatten. Um den in den Tunneln arbeitenden Technikern im Notfall Orientierung zu geben und sie sicher nach draußen zu leiten, produzieren wir Kennzeichnungsprodukte in speziellen Formaten und mit individuellen Inhalten.

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