UL zertifizierte Kennzeichnung für Ihren Export

UL969

Kennzeichnungsetiketten gemäß UL 969.

Der deutsche Warenexport wächst kontinuierlich. Produkte „Made in Germany“ genießen einen guten Ruf und sind weltweit gefragt. Neben der Europäischen Union sind die USA der wichtigste Absatzmarkt für deutsche Unternehmen. Während sich der Verkauf in EU-Staaten durch den gemeinsamen Binnenmarkt und die damit verbundene Harmonisierung nationalen Rechts unkompliziert gestaltet, drohen beim Export in die USA zahlreiche Fallstricke. Berüchtigt sind nicht zuletzt die strengen Produkthaftungsgesetze. Eine UL-Zertifizierung sichert die Konformität Ihrer Produkte mit den zentralen Produktsicherheitsanforderungen der USA. Sie profitieren von erhöhter Rechtssicherheit und beugen Bußgeldern vor. Ein Produkt ist aber nur dann UL-zertifiziert, wenn auch alle verbauten Komponenten erfolgreich UL-geprüft wurden. Dies umfasst ausdrücklich auch Kennzeichnungsetiketten, deren Anforderungen in der amerikanischen Norm UL 969 definiert sind.

Was ist UL?

Das Kürzel UL steht für die „Underwriters Laboratories“, eine nichtstaatliche US-amerikanische Organisation zur Prüfung und Zertifizierung von Produkten hinsichtlich ihrer technischen Sicherheit. Im Mittelpunkt steht dabei die Prävention von Bränden und Personenschäden. Das Unternehmen hat darüber hinaus zahlreiche ANSI-Normen entwickelt. Im weiteren Sinne kann UL damit als US-Pendant zur IEC (International Electrotechnical Commission) gesehen werden, obwohl zahlreiche Unterschiede bestehen: Während IEC-Normen lediglich Mindestsicherheitsanforderungen bestimmen, sind UL-Richtlinien in der Regel weitaus detaillierter und enger gefasst. So können zum Beispiel konkrete Anforderungen im Hinblick auf die Produktkonzeption bis hin zum Fertigungsprozess vorgeschrieben werden. Darüber hinaus vereint UL eine große Bandbreite unterschiedlicher Funktionen. Konkret sind das:

  • Entwicklung von Normen
  • Zertifizierung (Produktprüfung in UL-eigenen Laboren)
  • Inspektion (Prozessüberwachung vor Ort beim Produzenten)

In den USA müssen alle elektrischen Geräte den Vorschriften des Occupational Safety and Health Act(OSHA) sowie des National Electric Code (NEC) entsprechen, in Kanada denen des Canadian Centre for Occupational Health and Safety (CCOHS) sowie des Canadian Electric Code (CEC). Eine UL-Zulassung ist hierfür zwar nicht vorgeschrieben, allerdings verfügen UL-Labore über die Zulassung der US-Bundesbehörde OSHA und können damit eine rechtssichere Prüfung hinsichtlich der oben genannten Vorschriften gewährleisten. Es sollte jedoch beachtet werden, dass je nach Produktgruppe weitere Sicherheitsvorschriften zum Tragen kommen können, zum Beispiel Regelungen der FDA (Food and Drug Administration) im Bereich Lebensmitteltechnik.

Kanada und USA – CSA- oder UL-Kennzeichnung?

In Nordamerika sind zahlreiche unabhängige Zertifizierungsstellen tätig. Zu den bekanntesten Organisationen gehören die UL auf dem US-Markt und die CSA in Kanada. CSA steht für Canadian Standards Association und erarbeitet, genau wie die UL, Standards, stellt Genehmigungen aus und testet Produkte. Wie verhält es sich nun, wenn beispielsweise ein CSA-zertifiziertes Produkt auch für den amerikanischen Markt vorgesehen ist? Gilt das CSA Zeichen nur für Kanada?

Um Unklarheiten und Fragen wie diese aus der Welt zu schaffen, unterzeichneten die beiden Organisationen UL und CSA ein Memorandum of Understanding (2006). Es umfasst die gegenseitige Anerkennung von Inspektionen, Prüfungen und Zertifikaten, die nach nordamerikanischen Standards, sowohl in Kanada als auch in den USA, durchgeführt und erteilt wurden. Diese Vereinbarung vereinfacht den Zertifizierungsprozess um ein Vielfaches. Unternehmen, die ein UL- oder CSA-Zeichen benötigen, können somit sowohl die UL-Genehmigung der „Underwriters Laboratories“ als auch die CSA-Genehmigung der „Canadian Standards Association“ beantragen. Sie sollten sich vor der Beantragung darüber klar sein, welche Zertifizierung sie für welchen Markt bzw. welche Märkte benötigen. Denn ein Produkt wird immer nach einer bestimmten Norm und für einen oder mehrere Märkte getestet. Die Prüfzeichen machen sichtbar, um welche Norm und welche Märkte es sich dabei handelt und inwiefern UL- und CSA-Zeichen gegenseitig anerkannt sind. Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Prüfzeichen und differenziert deren Gültigkeiten:

Vorteile durch vorzertifizierte Etiketten

Es gilt: Soll das zu exportierende Gesamtprodukt UL-zertifiziert werden, müssen in jedem Fall auch die Etiketten UL-geprüft sein. Für den Gerätehersteller ist das in der Regel mit hohen zeitlichen und finanziellen Aufwendungen verbunden. Zudem muss die Zertifizierung jährlich erneuert werden. Verwendet der Gerätehersteller vorzertifizierte UL-Etiketten („UL-anerkannte Komponente“), wird der gesamte Prüfprozess hinsichtlich Temperaturbeständigkeit, Klebkraft, Bewitterung oder Abrasionsbeständigkeit durch den Etikettenhersteller übernommen. Für den Anlagenbauer bedeutet das Sicherheit in mehrfacher Hinsicht: einerseits wird ausschließlich Kennzeichnung verwendet, deren Spezifikationen mit den Vorschriften des Zielmarktes im Einklang stehen und die durch eine unabhängige Organisation überprüft und dokumentiert wurden. Darüber hinaus kann sich der Gerätehersteller auch darauf verlassen, dass sich weder der Herstellungsprozess noch die ermittelten Spezifikationen ändern, da diese regelmäßig beim Etikettenhersteller vor Ort überprüft werden. Die Verwendung UL-zertifizierter Etiketten und UL-anerkannter Komponenten allgemein wird deshalb empfohlen. Vorteile sind die hohe Rechtssicherheit, eine hohe Akzeptanz der Produkte beim Kunden, der eingesparte Organisationsaufwand sowie damit verbunden reduzierte Kosten, nicht zuletzt für den Zertifizierungsprozess. Eine nachträgliche UL-Zertifizierung zugekaufter Komponenten gestaltet sich für den Gerätehersteller, auch in enger Zusammenarbeit mit den Zulieferern, oft sehr schwierig.

Die Prüfung und Zertifizierung von UL-Etiketten ist im „Marking and Labeling System Program“ geregelt. Zwei der fünf Standards dieses Programms spielen in der Praxis eine besondere Rolle:

  • PGDQ2 (USA) bzw. PGDQ8 (Kanada): Etiketten dieser Kategorie sind vom Hersteller fertig verarbeitet, d.h. sie verfügen bereits über einen Aufdruck und ggf. Schutzlaminate. Diese Etiketten werden vom Endanwender nicht mehr bedruckt.
  • PGJI2 (USA) bzw. PGJI8 (Kanada): Hierbei handelt es sich um Etiketten, welche durch den Endanwender noch einen zusätzlichen Aufdruck erhalten (Druckmaterialien), zum Beispiel durch Laser- oder Thermotransfer-Drucker.

Mit UltraTec Etiketten sicher kennzeichnen

Bei „UltraTec“ handelt es sich um eine UL-zertifizierte Technologie des Kennzeichnungsherstellers Brewes. Unser thermotransfer-basiertes Druckverfahren ist nach PGDQ2-Standard zertifiziert, entspricht also den UL-Sicherheitsbestimmungen nach ANSI/UL 969 für den Export in die Vereinigten Staaten von Amerika (File No. MH61793). Gefertigt werden mit UltraTec Technolgie vor allem kundenspezifische Etiketten, insbesondere sicherheitstechnische Anwendungen, Typenschilder sowie Kabel- und Leiterkennzeichnungen. Darüber hinaus werden auch standardisierte Kennzeichnungen mit UltraTec Technolgie ausgestattet, vor allem bei Etiketten mit Sicherheitshinweisen nach ANSI-Standard. UltraTec wurde speziell für Anforderungen im industriellen Umfeld entwickelt. Verarbeitet wird eine hochwertige Polyesterfolie inklusive Schutzlaminat für erhöhte Beständigkeit gegen Abrieb, Schmutz, Benzin, Öle sowie viele Chemikalien (z.B. Reinigungs- und Lösungsmittel). UltraTec Etiketten sind zudem langfristig außenbeständig und können auch auf heißen Oberflächen dauerhaft verklebt werden. Für den Aufdruck kann aus einer Vielzahl an Farben gewählt werden, bei Bedarf z.B. auch nach RAL-System. UL-zertifizierte UltraTec Etiketten werden auf Bogen ausgeliefert.

UL 969

Maschinenkennzeichnung nach ANSI und ISO gemäß UL 969

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Tel.: 035829 628-11

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